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Starke Webtexte schreiben? So geht’s!

Beim Unterricht im Klassenzimmer sind Ihre Schüler und Schülerinnen mehr oder weniger genötigt, Ihnen, den Lehrenden, ihre Aufmerksamkeit zu schenken. Im World Wide Web dagegen gelten andere Regeln: Da sitzt jede/r für sich vor dem Screen – und hier wird gescannt, geskimmt, geskippt und weggeklickt. 20 Sekunden beträgt die maximale Zeitspanne, in der jede/r User/in entscheidet, ob er/sie einen Beitrag liest oder nicht. Damit auch dieser ganz andere Umgang mit Text im Unterricht diskutiert werden kann, haben wir hier für Lehrende zusammengestellt, was den Erfolg von Webtexten ausmacht und wie Scanner zu Lesenden werden können.

Eine Illustration eines Computers
© iStock/Rassco

„How Users Read on the Web? They don’t!“ Diese Bemerkung veröffentlichte Usability-Guru Jakob Nielsen bereits im Jahr 1997 und gab damit einen wichtigen Hinweis für das Schreiben im Netz. Die Ergebnisse seiner Studien belegten, dass nur wenige Nutzer/innen im Web einen Beitrag tatsächlich Wort für Wort lesen. Vielmehr „scannen“, überfliegen sie ihn nach Kernaussagen und für sie eventuell wichtigen Aspekten. Nielsens Erkenntnisse gelten bis heute und werden durch aktuelle Eye-Tracking-Studien und Usability-Forschungen bestätigt.

Ein wirksamer Text fürs Netz braucht also nicht nur einen ansprechenden Inhalt, sondern zunächst mal eine durchdachte, logische und auf die Lesenden ausgerichtete Struktur, damit der Text überhaupt erst die Chance erhält, weiter beachtet zu werden. Die Struktur gibt der/m Leser/in Anhaltspunkte und Orientierung, soll Interesse wecken und in den weiteren Text hineinleiten.

Was also können Sie als Lehrende Ihren Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg geben, wenn die im Internet mit einem Auftritt die Aufmerksamkeit eines Nutzers wecken – und vor allem halten – möchten?

7 Tipps, wie Ihre Schüler packende Webtexte entwickeln

1. Schreibstil

„Kurz, präzise, lebendig“ – so lautet die Zauberformel für gute Texte im Netz. Kurze Sätze und klare Aussagen fördern den Lesefluss. Aktive Formulierungen und anschauliche Beschreibungen sprechen die Lesenden direkt an.

2. Überschrift

Im besten Fall weckt die Überschrift Aufmerksamkeit, macht neugierig und bringt das Thema auf den Punkt. Dafür muss der Titel aber nicht gleich „reißerisch“ sein. Sogenannte Clickbaits, die „Klick-Köder“, halten selten, was sie versprechen, und werden im schlimmsten Fall per Algorithmus aussortiert.

3. Teaser-Text

Der Anreißer oder Teaser soll Lesende in den Text hineinziehen und sie zum Weiterlesen anregen.

Ein guter Teaser

  • ist kurz und prägnant formuliert,
  • reißt sogenannte W-Fragen („Wer?“, „was?“, „wann?“, „wo?“, „warum?“, „wie?“ und „wozu?“) und neugierig machende Aspekte des Artikels an,
  • enthält aktive Verben und Reizwörter,
  • verzichtet auf Füllwörter und Umschreibungen.

4. Zwischenüberschriften

Zwischenüberschriften dienen dazu, einen Text optisch aufzulockern und inhaltlich zu strukturieren. Sie fassen zusammen, welcher Inhalt die Lesenden im folgenden Abschnitt erwartet. So können Nutzer/innen die Überschriften scannen und die für sie relevanten Abschnitte auswählen.

5. Hervorhebungen

Wichtige und relevante Schlagwörter können optisch hervorgehoben werden, zum Beispiel durch Fettungen. So werden sie beim Text-Scannen schneller wahrgenommen.

6. Layout

Genauso wichtig wie ein guter Inhalt ist dessen „Verpackung“, das Layout. Ein gutes Layout

  • ist übersichtlich, daher einfach zu scannen,
  • arbeitet mit Absätzen und Zwischenüberschriften,
  • nutzt Aufzählungen, Checkboxen und Bulletpoints zur Strukturierung,
  • setzt Bilder oder Grafiken zur Auflockerung ein.

7. Suchmaschinenoptimierung

Optimierte hochwertige Inhalte nehmen bei Suchmaschinen vordere Plätze ein. Es geht also darum, den Web-Inhalten Geltung zu verschaffen. Dabei orientieren sich die Regeln zur „Search Engine Optimization“ (SEO) zunehmend an denen des Online-Journalismus:

  • Für die Zielgruppe schreiben: Welche Interessen und Bedürfnisse hat die Zielgruppe? Ein Artikel mit echtem Mehrwert begeistert nicht nur die User, sondern auch die Suchmaschinen.
  • Relevante Keywords recherchieren: Ein bis zwei relevante Keywords sollten im Title-Tag, der ersten Berührungsschnittstelle mit dem Suchenden, und in der Meta-Description, in den Überschriften, im Teaser und – allerdings sparsam! – über den gesamten Text verteilt erscheinen. Auch Synonyme und eine korrekte Grammatik bezüglich Genitiv- oder Plural-Setzung werden von modernen Algorithmen erkannt und positiv bewertet.
  • Struktur und Lesbarkeit: Die Lesenden möchten Texte schnell erfassen. Überzeugen sie eine gute Schreibe, professionell recherchierte Inhalte und klare Strukturen, bleiben sie länger auf der Seite und werden sie erneut besuchen. Gut also für die Lesenden – und gut auch für die Verfasser/innen und das Ranking ihres Beitrags in den Suchmaschinen.
  • Meta-Tags texten: Zu jedem Text gehören ein aussagekräftiger Titel und eine Meta-Description, denn der Titel und die Kurzbeschreibung liefern Suchmaschinen wichtige Informationen zum Inhalt. Gleichzeitig werden diese Meta-Tags als Kurzbeschreibung (Snippet) in der Suchmaschine angezeigt.
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