Dies ist ein Sponsored Post von SOS-Kinderdorf Campus

„Armut darf nicht vererbbar sein“

Rund 21 Prozent aller Kinder leben dauer­haft oder wieder­kehrend in Armut. Das sind alarmierende Zahlen für eines der reichsten Länder der Welt. Was bedeutet Armut für Kinder, und wie können wir die finanzielle und soziale Benachteiligung über­winden?

Armut ist für mehr als zwei Millionen Kinder in Deutschland Realität. Das belegen Zahlen der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2015. Weitere Unter­suchungen zeigen, dass die Zahl der Kinder, die in Armut leben oder von Armut bedroht sind, weiter steigt. Für viele dieser Kinder gilt: Sie werden sozial immer mehr abgehängt.

© SOS-Kinderdorf e.V./Sebastian Pfütze

Diese Studien belegen, dass Kinder, die in kinder­reichen Familien, bei Allein­erziehenden oder arbeits­losen Eltern leben, besonders stark von Armut bedroht sind. Auch in struktur­schwachen Gegenden ist das Armuts­risiko relativ hoch. Und gerade bei Kindern, die aus armen Verhältnissen kommen, wird deutlich, dass die familiäre Situation auch großen Einfluss auf die Zukunfts­chancen der Heran­wachsenden hat. „Jedes Kind muss die Chance auf eine gute Zukunft haben, unabhängig von den Möglichkeiten seiner Eltern“, fordert Dr. Birgit Lambertz, Geschäfts­führerin und stell­vertretende Vorstands­vorsitzende des SOS-Kinderdorf e. V. Denn Kinder aus finanziell benachteiligten Familien erfahren nicht selten Ausgrenzung und Diskriminierung durch andere Klassen­kameradinnen und -kameraden. „Armut darf nicht vererbbar sein“, betont Lambertz.

Kinderarmut wirkt sich auch in der Schule aus

Kinder aus armen Familien haben es deutlich schwerer, einen guten Schul­abschluss zu erreichen und aus der Armuts­spirale aus­zu­brechen. Die Wahrscheinlichkeit, die Schule mit Abitur abzuschließen, ist für Kinder aus ärmeren Familien wesentlich geringer als für Akademiker­kinder. Entsprechend bedeutet Kinder­armut eine große Heraus­forderung für Lehrerinnen und Lehrer, für betroffene Eltern und natürlich für die Schülerinnen und Schüler selbst.

Wir müssen es schaffen, dass Schule positiv erlebt wird, dass auch kleine individuelle Fortschritte hervor­gehoben werden.
Anne Luther, Jugend­sozial­arbeiterin bei SOS-Kinderdorf

Das beste Mittel gegen Kinderarmut ist Chancen­gerechtig­keit. Wichtig ist dabei, benachteiligten Kindern Selbst­vertrauen zu vermitteln. „Wir müssen es schaffen, dass Schule positiv erlebt wird, dass auch kleine individuelle Fortschritte hervor­gehoben werden“, sagt Anne Luther, Jugend­sozial­arbeiterin bei SOS-Kinderdorf in Berlin. „Zum Beispiel, indem wir gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern kleine und realistische Ziele setzen, die für die Kinder in absehbarer Zeit zu Erfolgs­erlebnissen werden können.“

SOS-Angebote für Familien und Kinder

Mit Schulsozialarbeit, Hausaufgaben- und Nachmittags­betreuung in Familien­zentren will SOS-Kinderdorf benachteiligte Kinder bestmöglich fördern und berufs­tätige Eltern entlasten. Auch den Familien der Kinder hilft SOS-Kinderdorf dabei, ihren Alltag so positiv wie möglich zu gestalten. Neben kosten­günstigem Mittag­essen, Eltern­cafés, Kursen oder Beratungen gibt es zum Beispiel auch berufs­bildende Maßnahmen für junge Eltern oder Allein­erziehende, damit diese leichter einen Weg in den Arbeits­markt finden. In den Second­hand­läden des Vereins werden Kinder­kleidung und Spielzeug zu günstigen Preisen angeboten. Und zahl­reiche Freizeit­angebote ermöglichen Kindern und Jugendlichen Erfahrungen, die nicht vom Geld­beutel ihrer Eltern abhängen.

„Bei uns gibt es zum Beispiel täglich ein warmes Mittag­essen, danach Hilfe bei den Haus­aufgaben und Lern­förderung wie etwa Lesen mit einer ehren­amtlichen Lese­patin“, erklärt Inse Ohmstede, die die beim SOS-Kinderdorf in Wilhelmshaven sozial benachteiligte Grund­schul­kinder betreut. „Plus Spielen, Basteln, Spaß haben und auch einfach mal in den Arm nehmen.“ Wichtig, so Ohmstede, sei außerdem, die Kinder zu loben und ihnen ihre Erfolge bewusst zu machen. „Dann sind sie auch motiviert, große Anstrengungen auf sich zu nehmen.“

SOS Kinderdorf Campus

Das Bildungsprogramm „SOS-Kinderdorf Campus“ spricht gezielt Lehr­kräfte und SchülerInnen verschiedener Jahr­gangs­stufen und Unterrichts­fächer am Gymnasium an. Das Programm beinhaltet individuelle Module für Jugendliche rund um die Themen­felder Familie und gesellschaftliche Verantwortung. Dabei steht die praxis­nahe und persönliche Vermittlung von Wissen und Erfahrung im Mittel­punkt. Es wird in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Bremen angeboten. Im Rahmen der viel­fältigen Unterrichts­angebote kommen die Experten von SOS-Kinderdorf direkt in die Schule. Erfahren Sie mehr unter www.sos-kinderdorf-campus.de.

„SOS-Kinderdorf Campus“ ist ein Projekt von SOS-Kinderdorf e.V.
https://www.sos-kinderdorf.de

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