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Welchen Unterricht wünschen sich Schüler?

Den Titel „Beste Schule Deutschlands“ erhielt 2007 die Robert-Bosch-Gesamtschule. So guten Unterricht habe er selten gesehen, befand seiner­zeit ein Jury­mitglied des Deutschen Schulpreises. Systematisches Schüler­feed­back ist für die Gesamt­schule im nieder­sächsischen Hildesheim seit über zehn Jahren eine treibende Kraft – und ein Grund, weshalb Lehr­kräfte sowie Schülerinnen und Schüler gern in die Schule gehen.

Welchen Unterricht wünschen sich Schüler?
© Lars Rettberg (Die Deutsche Schulakademie)

Schulentwicklung im Dialog

Ist der Unterricht abwechslungsreich? Kann die Lehrkraft den Unterrichts­stoff gut vermitteln? Wie ist die Lern-Atmosphäre? An der Robert-Bosch-Gesamtschule wird die Qualität des Unterrichts von denjenigen bewertet, die ihn täglich erleben: den Schülerinnen und Schülern. „Die Schülerinnen und Schüler haben ein Anrecht auf guten Unterricht“, sagt Lehrer Dennis Stahl. Er findet es spannend, regel­mäßig in den Dialog mit seinen Klassen zu kommen. Die Schülerinnen und Schüler seien schließlich die Experten: Sie haben schon viel Unterricht mitgemacht.

Zweimal im Jahr, nach den Herbst­ferien und vor den Oster­ferien, dürfen die Jugendlichen ihre Fach­lehrer­innen und -lehrer anhand eines Frage­bogens beurteilen, den die Schule für die einzelnen Jahr­gangs­stufen selbst entwickelt hat. Die Auswertung wird anschließend mit den Schülerinnen und Schülern besprochen. Lehrer Dennis Stahl schätzt die konkrete Kritik aus der Klasse, die er dann direkt mit den Jugendlichen auswerten kann, um anschließend Veränderungen zu verabreden.

Auch im Kollegium wird die Auswertung aller Feedbacks gesamt­heitlich besprochen. Gibt es in einem Bereich einen großen Ausschlag, nimmt die Schul­leitung dies zum Anlass, Kritik­punkte näher zu beleuchten und Veränderungen anzustoßen. Die Rück­meldungen der Schülerinnen und Schüler sind so zu einer wesentlichen treibenden Kraft der Schul­entwicklung geworden.

Schülerfeedback

Fast 1.500 Schülerinnen und Schüler besuchen die Robert-Bosch-Gesamtschule im nieder­sächsischen Hildesheim. 2007 wurde sie mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet. „Die Schule arbeitet ganz­heitlich und projekt­orientiert. Sie wird hoch professionell gemanagt“, urteilte Erziehungs­wissen­schaftler Peter Fauser als Jury­mitglied.

Die Schule überzeugte in allen sechs Qualitäts­bereichen – wie hat sie das geschafft? Welchen Teil hat das Schüler­feed­back dazu beigetragen? Wie wurden die Frage­bögen entwickelt? In einem ausführlichen Konzept­text mit Film und Materialien auf dem Deutschen Schulportal wird näher über die Robert-Bosch-Gesamtschule berichtet.

Ein vertrauensvolles Lehrer-Schüler-Verhältnis

Das Schülerfeedback ist nicht nur eine Anregung für die Weiter­entwicklung der Schule, der Feed­back­bogen trägt sogar auch zu einem vertrauens­vollen Lehrer-Schüler-Verhältnis bei. Die Schülerinnen und Schüler fühlen sich ernst genommen. Sie geben Rück­meldungen, die angenommen und umgesetzt werden. Das habe sich auch unmittelbar auf die Unterrichts-Atmosphäre ausgewirkt, sagt Wilfried Kretschmer, der bis 2017 Schul­leiter der Gesamtschule war.

Eine häufige Frage sei, ob die Lehrerinnen und Lehrer Angst vor der Bewertung der Jugendlichen haben, berichtet die Schul­leitung. Diese Befürchtung habe sich aber schnell als grundlos erwiesen. Im Gegen­teil: Das Vertrauen zwischen Lehrkräften und den Schülerinnen und Schüler wurde durch den Feedbackbogen gestärkt – sie vertrauen gegen­seitig ihrer fairen Beurteilung.

Was ist guter Unterricht?

„Um die Feedbackbögen zu entwickeln, mussten wir uns als Kolleginnen und Kollegen erst mal über ein gemeinsames Bild von gutem Unterricht verständigen. Dieser Klärungs­prozess war mindestens so spannend wie das, was dann als Feedback von den Schülerinnen und Schülern kam und kommt“, sagt Jens Oumard, Leiter einer Jahr­gangs­stufe.

Aus diesem Grund haben auch die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe ein Mit­sprache­recht bei der Ausgestaltung des Frage­bogens. Das Schüler-Lehrer-Gremium über­prüft die Aktualität der Feed­back­bögen regel­mäßig.

Die Robert-Bosch-Gesamtschule in Hildesheim hat damit einen effektiven Motor gefunden, Reform­prozesse anzustoßen. Die Ergebnisse – Vertrauen und eine gute Lern­atmos­phäre – sind gleich­zeitig die Basis für den Erfolg des Feed­back­systems der Schule.

Jährlich zeichnen die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung Deutschlands beste Schulen aus. Bewerben können sich alle deutschen Schulen und Auslands­schulen. Eine Jury beurteilt die Bewerbungen und besucht die Top 20 persönlich.

Von der Praxis der Preis­träger können andere Schulen lernen. Auf dem Schulportal finden Interessierte spannende Hinter­grund­berichte zum Deutschen Schulpreis. Innovative Konzepte samt Materialien der Preis­träger­schulen bilden einen stetig wachsenden Ideen-Pool. Aktuelle Berichte und Stimmen ergänzen das Angebot.

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