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Gemeinsam wachsen – an einer „Heraus­forderung“

Insgesamt 260 Kilometer hat das Longboard-Team der Heinz-Brandt-Schule in Berlin bis an die Ostsee zurück­gelegt. Der Weg war heraus­fordernd, körperlich und emotional. Belohnt werden die Schülerinnen und Schüler schließlich mit Strand und Meer – und dem Gefühl, es gemeinsam geschafft zu haben. Und das hat das Verhältnis zwischen den Jugendlichen, aber auch mit der Lehr­kraft nach­haltig verändert. Seit 2013 gehört das Projekt „Heraus­forderung“ zum Lehr­plan der Berliner Schule – eine Bereicherung sowohl für das Team­building, das Lehrer-Schüler-Verhältnis als auch für die Persönlich­keits­entwicklung.

Schüler und Lehrer schauen auf eine Karte
© Lars Rettberg (Die Deutsche Schulakademie)

Lehrende und Lernende brechen gemeinsam aus dem Alltag aus

Jörn Langer, Lehrer an der Heinz-Brandt-Schule, hat schon an zahl­reichen „Heraus­forderungen“ mit­gewirkt. Er hat die Gruppe, die mit Long­boards von Berlin bis an die Ostsee gefahren ist, angeleitet. Die Regeln, Ehrlichkeit und Partner­schaft­lich­keit, die er in den 14 Tagen mit der Gruppe geteilt hat, werden den Beteiligten auch später noch dabei helfen, Konflikte in der Gemein­schaft zu lösen, sagt er. Auf die Erfahrungen, die sie sich in der „Heraus­forderung“ gemeinsam erarbeitet haben, werden sie von nun an immer zurück­greifen können.

In den letzten Wochen vor den Sommer­ferien wird an der Heinz-Brandt-Schule in Berlin den Schülerinnen und Schülern der Jahr­gangs­stufen 7 bis 10 die Möglich­keit geboten, an einem Projekt teil­zu­nehmen. Diese können ganz unter­schiedlich sein: Paddeln auf deutschen Flüssen mit einem selbst gebauten Boot, eine Pilger­wanderung ins spanische Santiago de Compostela oder den Bau eines Pizzaofens. Einzige Voraus­setzung für das Teamwork ist, dass die Gruppe dafür ihre gewohnte Umgebung verlässt und sich einer „Heraus­forderung“ stellt. Dabei machen sowohl die Jugendlichen als auch die sie begleitenden Lehr­kräfte spannende Erfahrungen, die sie ihr Leben lang begleiten werden.

Lernen an anderem Ort

Die Heinz-Brandt-Schule in Berlin gehört zu den Preis­träger­schulen des Deutschen Schul­preises, der jährlich von der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung verliehen wird. Seit der Aus­zeichnung 2011 gehört die Schule zu einem Netz­werk von mittler­weile über 70 Preis­träger­schulen.

Wie die Integration des Projekts in das Schuljahr gelingt und was die Lehr­kräfte sowie die Schüler­schaft davon über­zeugt hat, wird in einem Video und in einer Konzept­beschreibung auf dem Deutschen Schulportal anschaulich dar­gestellt. Dabei werden die unter­schiedlichen Aspekte und Vorteile der „Heraus­forderung“ aus­führlich erläutert. Angemeldete Nutzerinnen und Nutzer können außerdem kosten­los Material herunter­laden, das die Schule zur Umsetzung ihres Projekts verwendet hat.

Auf dem Lehrplan: Persönlich­keits­entwicklung

Kurz vorm Beginn der Sommerferien wird in der Regel kein neuer Lern­stoff mehr angefangen. Die Berliner Heinz-Brandt-Schule suchte daher eine Projekt­idee, um diesen Zeit­raum sinn­voll zu gestalten. 2012 dann keimte im Kollegium die Idee auf, die Persönlich­keits­entwicklung der Schülerinnen und Schüler außerhalb der gewohnten Umgebung zu fördern. Bereits im Jahr darauf startete das Pilot­projekt und erfreute sich von Anfang an so großer Popularität, dass die „Heraus­forderungen“ nun fest ins Schul­jahr integriert wurden.

Teilnehmende Lehrkräfte entwickeln jährlich gemeinsam mit den Jugendlichen verschiedene Projekt­ideen und stellen diese den Schülerinnen und Schülern vor. Die können sich dann für das Projekt bewerben – die Teilnahme ist frei­willig. Die Lehr­kraft leitet die Gruppe weiter­hin an – die konkrete Ausarbeitung der „Heraus­forderung“, die Verantwortung und Planung liegen dann aber voll und ganz in den Händen der Jugendlichen.

Warum eine „Heraus­forderung“?

Im Rahmen der verschiedenen Aufgaben sehen sich die Jugendlichen gezwungen, ihre Komfort­zone zu verlassen. Dabei machen sie Erfahrungen mit Grenzen und lernen, sich mit diesen aus­einander­zusetzen. Das ist in einer hetero­genen Gruppe von rund 15 Schülerinnen und Schülern im Alter zwischen 12 und 16 Jahren keine leichte Aufgabe. Und es gilt weitere kleine Hürden zu bewältigen, wie zum Beispiel den Verzicht aufs Smartphone.

In diesen zwei Wochen geht es mithin um die Entwicklung sogenannter „Soft Skills“. Selbst­ständig­keit, Team­fähig­keit, Frust­rations­toleranz und Empathie sind nur einige der Fähig­keiten, die Jugendliche im Umgang mit ihrer „Heraus­forderung“ entwickeln. „Wir stoßen mit diesem Projekt einen Selbst­wirksam­keits­prozess an, der extrem wichtig ist. Die Schüler merken, dass sie sich selbst etwas zutrauen können“, sagt Patricia Stawicki, die als sozial­pädagogische Mit­arbeiterin an der Heinz-Brandt-Schule das Projekt „Heraus­forderung“ begleitet.

Wir stoßen mit diesem Projekt einen Selbst­wirksam­keits­prozess an, der extrem wichtig ist.
Patricia Stawicki, sozialpädagogische Mitarbeiterin an der Heinz-Brandt-Schule

Immer wieder beobachten Lehrkräfte, wie Schülerinnen und Schüler im Rahmen von „Heraus­forderungen“ über sich selbst hinaus­wachsen. Jugendliche, die im Schul­all­tag sonst eher negativ aufgefallen sind, können sich zu motivierten und verlässlichen Teilnehmern entwickeln – Charakter­eigen­schaften, die sie auch nach Bewältigung der „Heraus­forderung“ beibehalten.

Mit der Einführung des Projekts ist infolge der vielen gemeinsamen Erfahrungen zudem der Zusammen­halt an der Schule gewachsen. Es hat sich gezeigt, dass die „Heraus­forderung“ die Lern­atmos­phäre nachhaltig positiv beeinflusst.

Die Preisträger des Deutschen Schulpreises haben ganz­heitlich mit ihrer Art, Schule zu gestalten, über­zeugt. Auf dem Deutschen Schulportal werden innovative Konzepte, die die Preisträger entwickelt haben, anschaulich dargestellt. Die ganze Geschichte zum Projekt „Herausforderung“ an der Heinz-Brandt-Schule sowie weitere Beispiele aus der Schul­praxis mit vielen Materialien für die Umsetzung sind auf dem Deutschen Schulportal zu finden.

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