Dies ist eine Anzeigenveröffentlichung der Initiative der Hochschulen in Sachsen-Anhalt

Das geförderte Ich

Viele Erfahrungen, durch die sich unsere Persönlich­keit im Studium entwickelt, lassen sich nicht allein am Schreib­tisch machen. Für sie braucht es Aus­tausch, Feed­back – und ein Sozial­leben jenseits des Fachs. Zwei Studierende erzählen, wie sie sich auf dem Campus gefördert fühlen.

Ein Team Volleyballerinnen klatschen ab
© iStock

Gute Noten im Studium machen Mut, im zukünftigen Job mit den eigenen Leistungen über­zeugen zu können. Neben fachlichen Erfolgen sammeln Studierende auf dem Campus aber auch andere stärkende Erfahrungen, die sie prägen, persönlich weiter­bringen und damit charakterlich wachsen lassen. „An der Uni lernt man, das eigene Leben selbst auf die Reihe zu bekommen. Man wird erwachsen“, sagt Svea Feldmann, Studentin im Bachelor­studien­gang Business Economics an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg. Wie alle beteiligten Hochschulen der Initiative „Wirklich weiterkommen“ aus Sachsen-Anhalt, legt auch die Universität in Halle an der Saale, neben der Vermittlung von exzellentem Fachwissen, großen Wert auf die Persönlichkeitsentwicklung ihrer Studierenden. Dass dieses Bestreben in der Praxis zu spüren ist, kann die 19-Jährige nur bestätigen. An ihrer Universität gebe es zum Beispiel sogenannte ASQ-Module, Module zum Erwerb allgemeiner Schlüssel­qualifikationen, die Soft Skills fördern sollen. „Dort lernt man abseits des Fach­wissens etwas Praktisches über Rhetorik oder soziales Engagement“, berichtet Svea. „Es spielt sich alles auf einer persönlicheren Ebene ab und dient der Ausbildung des Charakters.“ Sie selbst nutzt außerdem die Angebote des Hochschulsports, geht zum Cheerleading, zur Wassergymnastik und macht Leicht­athletik. „Für mich ist das ein guter Ausgleich. Beim Sport komme ich vom Schreib­tisch weg, kann All­tags­stress abbauen und soziale Kontakte knüpfen. Ich habe dort schon eine Menge toller Leute kennen­gelernt“, erzählt sie. Gleich­zeitig fühlt sie sich in ihren sozialen Kompetenzen gefördert – und gefordert: „Beim Cheerleading musste ich zunächst lernen, mich in eine Gruppe ein­zu­gliedern, weil sich die anderen bereits kannten. Daneben erfahre ich dort ganz praktisch, wie Team­building funktioniert. Für das spätere Arbeits­leben ist das sicher hilf­reich.“

Beim Sport komme ich vom Schreibtisch weg, kann All­tags­­stress abbauen und soziale Kontakte knüpfen. Ich habe dort schon eine Menge toller Leute kennen­­gelernt.
Svea Feldmann, Studentin an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg

Wie wertvoll ein entsprechendes Sport­angebot und die Auswahl aus zahl­reichen sozial, kulturell oder politisch ausgerichteten Initiativen – von der Theater­gruppe bis zum Studierenden­rat – sein können, weiß auch Janik Ricke, Student im Master­studien­gang Technisches Innovations­management. „Dort kann man eigenen Interessen nach­spüren oder neue Fähig­keiten ausbilden“, sagt der 25-Jährige, der an der – ebenfalls an der Initiative „Wirklich weiter­kommen“ beteiligten – Hoch­schule Harz am Standort Werni­gerode studiert. Er ist sich sicher: „Ohne das Studierenden­leben auf und abseits vom Campus hätte ich mein Studium vermutlich schon im Bachelor hingeschmissen. Wer will schon nur am Schreibtisch sitzen und ununter­brochen lernen?“ Haben Studierende auf dem Campus Möglichkeiten zur individuellen Entfaltung, widmen sie sich letzt­endlich auch engagierter ihrem Fach – weil sie an dem Gesamt­paket mehr Spaß haben, meint Janik. Daneben lernt er wie Svea Dinge, die für sein weiteres Leben wichtig sein könnten. „Mit den verschiedensten Leuten umzu­gehen, zum Beispiel.“ Als Schüler habe er keine Vorstellung davon gehabt, was im Studium auf ihn zukommen, wie das Leben auf dem Campus aussehen würde. Aus seiner Familie und seinem Freundeskreis hatte niemand studiert, er selbst machte das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg. „Bei Studium dachte ich erst mal nur an Schule und fragte mich, ob ich noch mal mehrere Jahre bloß lernen wollen würde“, erklärt er. „Jetzt schreibe ich meine Master­arbeit und kann rück­blickend sagen: Es war die beste Zeit über­haupt! Viele gehen in ihr Studium und denken, es ginge vor allem darum, Wissen auszu­bauen. Dabei ist das Drum­herum am Ende das Entscheidende.“

Zu dem Drumherum zählt auch der persönliche Kontakt zu den Lehrenden – ebenso wie das Gefühl, innerhalb einer Institution als Individuum wahr­genommen zu werden. Entsprechend unterstützt fühlt sich Svea an der Martin-Luther-Universität. „Zum einen gibt es Studien­gänge wie meinen, die sehr speziell sind. Dadurch fühle ich mich mit meinen individuellen Interessen mehr gesehen als an einer großen Hochschule“, sagt sie. Dazu komme, dass es in ihrem Jahrgang nur 45 Studierende des Faches gebe. „So ist es leicht, persönlichen Kontakt zu allen zu haben – auch zu den Dozenten. Sie können auf Einzelne eingehen, Tipps geben. Das gefällt mir gut.“ Mit Tausenden in einem Hörsaal zu sitzen könne sie sich nicht vorstellen. „Mir würde die Rück­meldung fehlen.“ Ihre Dozentinnen und Dozenten seien bei Fragen und Unsicherheiten immer erreichbar. Dieser Punkt ist für die Studentin essenziell: „Ich finde es wichtig, Bezugs­personen zu haben und durch sie im System nicht verloren zu gehen, gerade weil man sich mit einem Studium doch noch in einer Übergangs­phase zur Berufs­tätig­keit befindet.“ Den guten Kontakt zwischen Studierenden und Lehrenden schätzt auch Janik an der Hochschule Harz. „Hier ist es so, dass man einem Professor ohne Umwege jederzeit eine E-Mail schicken kann. Oft wird sie sogar noch am selben Tag beantwortet“, erzählt er. „Da der Campus nicht so groß ist, sieht man die Dozenten fast täglich in der Mensa und regel­mäßig auf Studierenden­veranstaltungen. So kommt man leicht miteinander ins Gespräch, ist viel im Austausch.“ Für ihn fördert das am Ende auch das Interesse am Fach. „Wenn mir die Lehrenden sympathisch sind, gehe ich lieber zur Vorlesung“, so Janik.

Da der Campus nicht so groß ist, sieht man die Dozenten fast täglich in der Mensa und regel­mäßig auf Studierenden­veranstaltungen. So kommt man leicht miteinander ins Gespräch, ist viel im Austausch.
Janik Ricke, Student an der Hoch­schule Harz

Dass ein guter Draht zueinander nicht erst während des Studiums, sondern schon zu Schul­zeiten hilf­reich ist, betont Svea. Durch ihre Lehrerinnen und Lehrer habe sie sich sowohl fachlich als auch persönlich gut vor­bereitet gefühlt. Hervor­heben kann sie das Engagement eines Lehrenden: „Mein ehemaliger Mathe­lehrer hat viel Wert darauf gelegt, dass die Mädchen nicht sagen, sie könnten kein Mathe“, berichtet sie. „Gerade in den MINT-Fächern ist es ja immer noch ein Problem, dass sie sich wenig zutrauen und oft auch weniger gefördert werden.“ Ihr Lehrer hingegen hätte das im Blick gehabt. „‚Ihr könnt Mathe genauso gut wie die Jungs‘, hat er immer gemeint und uns Mut zugesprochen. Dadurch habe ich ein fachliches Selbst­bewusst­sein aufbauen können, das in meinem mathe­lastigen Studium Gold wert ist.“

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