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Alternative Wege der Leistungs­rück­meldung

Gemeinsam hat das Kollegium der Integrierten Gesamt­schule (IGS) in Hannover-List Instrumente für ein lern­förderliches Feedback entwickelt. Den Schülerinnen und Schülern ermöglicht diese Feed­back­kultur, ihren Lern­prozess selbst in die Hand zu nehmen. Die Lehrerinnen und Lehrer erleben sie seitdem motivierter und fokussierter beim Lernen.

Schüler-Lehrer-Gespräch
© Lars Rettberg (Die Deutsche Schulakademie)

Die eigenen Stärken erkennen

Viele Kinder, die in der fünften Klasse neu an die IGS List kommen, neigen dazu, eher ihre Schwächen in den Blick zu nehmen. Das Kollegium an der weiter­führenden Schule möchte dies ändern und fokussiert die Stärken der Kinder. Die Lehrerinnen und Lehrer beobachten, wie sich die Schülerinnen und Schüler infolge des konsequenten Feed­backs verändern. Sie erleben sie motivierter – auch wenn es tatsächlich darum geht, ihre Schwächen anzupacken.

„Lern­förderliches Feedback“ nennt sich dieses Zusammen­spiel aus vier Elementen:

  • regelmäßige schriftliche Rüc­kmeldungen in Lern­entwicklungs­berichten,
  • Raum für Selbst­reflexion und Rück­meldungen der Fach­lehr­kräfte während oder am Ende einer Unterrichts­ein­heit,
  • Lehrer-Schüler-Eltern-Dialoge und
  • ein persönlicher Lern­entwicklungs­ordner.

Die Feedbackkultur soll nicht nur einen genauen Überblick des Entwicklungs­stands des jeweiligen Kindes wider­spiegeln. Den Jugendlichen selbst wird die Verantwortung für ihr Lernen über­tragen. „Die Fähigkeit der Selbst­ein­schätzung – und daraus Rück­schlüsse zu ziehen – ist wichtig in diversen Lernsituationen, unabhängig von Schule“, sagt Oswald Nachtwey, der bis Sommer 2019 Schul­leiter der IGS List war.

Lernen im Dialog

Die Einführung des lernförderlichen Feedbacks geschah an der IGS List nicht von heute auf morgen. Es brauchte Zeit, bis bei Lehr­kräften, Schülerinnen und Schüler das nötige Bewusst­sein entstand.

Wie es der Schule gelang, die Feed­back­kultur in den Schul­all­tag zu integrieren, erfahren Sie in dem Film zum Konzept auf dem Deutschen Schulportal. Registrierte Nutzerinnen und Nutzer des Portals haben außerdem per Download Zugang zu Materialien, die die Schule zur Umsetzung ihres Konzepts entwickelt hat. Auf diese Weise erhalten die Website-Besucherinnen und Besucher Einblick in den Aufbau eines Lern­entwicklungs­ordners oder eines Lern­entwicklungs­berichts.

Instrumente für erfolg­reiches Feedback

Schon vor einigen Jahren hatte die Integrierte Gesamt­schule in Hannover Lern­entwicklungs­berichte ein­geführt. Doch zufrieden war mit der ausführlichen schriftlichen Rück­meldung niemand so richtig. Eltern, Schülerinnen und Schüler hatten häufig Schwierig­keiten, die Texte zu verstehen und konkrete Hinweise abzu­leiten. Fünf Jahre hat das Kollegium in Fach­teams an der Entwicklung neuer Instrumente gearbeitet.

Zu Beginn des Schuljahrs legen alle Schülerinnen und Schüler in ihren Lern­planern fest, welche Ziele sie sich setzen und mit welchen Maßnahmen sie diese erreichen wollen. Zusätzlich bekommen sie in jedem Fach sowohl von den Fach­lehr­kräften als auch von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern ein Feedback. Jeder Fach­bereich wählt für das jeweilige Fach ein geeignetes Feed­back­instrument aus. Das kann zum Beispiel ein Feed­back­bogen, eine Video­analyse oder ein Test sein, den Schülerinnen und Schüler jeweils gegen­seitig korrigieren.

Das systematisch gewonnene Feedback aus diesem Prozess bleibt nicht unkommentiert. Im sogenannten Lern­dialog an festen Terminen im Schul­jahr treffen sich Lehr­kraft, Eltern und Jugendliche. Das Gespräch wird dabei vom Schüler oder der Schülerin selbst geleitet. Es dient dazu, das Feedback zu reflektieren und nächste Schritte zu erkennen. Dies wird im Lern­entwicklungs­ordner und im Lern­planer fest­gehalten.

Das eigene Lernen zu strukturieren und zu reflektieren wird so in die Hände der Jugendlichen selbst gelegt. „Damit man etwas verändern kann, braucht man zielführende Hinweise“, sagt Petra Hoppe, Didaktische Leiterin der IGS List. „Nur wenn Schülerinnen und Schüler das Gefühl haben, dass sie selbst den Lern­prozess bestimmen können und für diesen verantwortlich sind, können sie effektiv lernen.“

Der Deutsche Schulpreis wird jährlich von der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung verliehen. Aus­gewählt werden die sechs Gewinner­schulen von einer Fach­jury, die zuvor 20 Schulen persönlich besucht hat. Das Deutsche Schulportal stellt die erfolgreiche Schul­praxis der Preis­träger in kurzen Konzept­filmen vor. Auf dem Portal finden Sie außer­dem Berichte über aktuelle Debatten in der Bildungs­landschaft sowie Hinter­grund­analysen und Experten­stimmen.

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