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Smart in die Zukunft: Digitale Werkzeuge für den Schul­alltag

Der Digitalverband Bitkom zeichnet jedes Jahr Schulen aus, die herausragende Konzepte zur Digitalisierung von Schule und Unterricht vorlegen.

Die Ernst-Reuter-Gemeinschafts­schule in Karlsruhe stammt als verglaster Riegel aus den 1960er-Jahren, die Klassen­räume erzählen jedoch von der digitalen Gegen­wart und Zukunft: „Neues Lernen in alten Räumen“, fasst Schul­leiter Micha Pallesche zusammen.

© Getty Images

Statt Kreide und Tafel sind Whiteboards und iPads im Einsatz, und im „Makerspace“, einem offenen Klassen­zimmer, können die Schülerinnen und Schüler verschiedene interaktive Arbeits­möglichkeiten nutzen. Sie drehen etwa einen Film vor einer grünen Leinwand und ersetzen den Hinter­grund in der Post­produktion durch reale Film­auf­nahmen oder Computer­grafiken. Wegen des innovativen digitalen Unterrichts­konzepts ernannte der Branchen­verband der deutschen Informations- und Tele­kommunikations­branche, Bitkom, die Ernst-Reuter-Schule 2017 zur ersten „Smart School“ Baden-Württembergs. Sie gilt seitdem als „digitaler Leucht­turm“, an dem sich andere Bildungs­einrichtungen orientieren können.

IT, pädagogisches Medien­konzept und Fortbildungen

Bitkom hat den Wettbewerb um das Siegel „Smart School“ im Rahmen des Nationalen IT-Gipfels der Bundes­regierung 2016 ins Leben gerufen. Teilnehmen können Bildungs­einrichtungen mit heraus­ragenden, praxis­erprobten Ansätzen zur Digitalisierung von Schule und Unterricht.

„Bei den Konzepten geht es keines­wegs um eine 1:1-Über­tragung vom Analogen ins Digitale“, sagt Nina Brandau aus dem Bitkom-Public-Affairs-Team. „Deshalb bedeutet digitaler Unterricht auch nicht, Arbeits­blätter ein­zu­scannen und an die Schülerinnen und Schüler zum Ausdrucken und Bearbeiten nach Hause zu schicken. Als Smart School bezeichnen wir vielmehr Institutionen, deren Konzepte auf drei Säulen fußen: erstens auf der IT-Infra­struktur mit W-Lan, Cloud- oder Server­lösungen und digitalen Endgeräten; zweitens auf dem pädagogischen Medien­konzept mit kollaborativen und inter­aktiven Lern­formen; und drittens auf einer regelmäßigen Lehrer­fortbildung mit dem Schwer­punkt Digitalisierung.“ Denn es seien solche Konzepte, die es über­haupt erst ermöglichen, das Digitale nach­haltig im Unterricht zu verankern.

Mit seiner Initiative möchte Bitkom modellhaft im Praxis­betrieb zeigen, wie zeitgemäßer Unterricht funktionieren kann, und dadurch die Digitalisierung an deutschen Schulen voran­treiben. Mittler­weile hat der Verband 61 Einrichtungen gekürt – darunter Grund­schulen, Gesamt­schulen, Gymnasien und Berufs­schulen.

Nina Brandau Nina Brandau ist Referentin im Bitkom-Public-Affairs-Team und kümmert sich vorrangig um Bildungs­politik. Im Vorder­grund steht dabei die Digitalisierung von schulischer Bildung sowie der Aus- und Weiter­bildung. Daneben ist Nina Brandau Ansprech­partnerin für das Thema „Frauen in der Digital­wirtschaft“. © Bitkom

Engagierte Schulen mit engagierten Lehr­kräften

An der Ernst-Reuter-Schule geht es immer wieder darum, das Lernen unabhängig von einem bestimmten Ort zu fördern. Deshalb sieht man vor Ort gelegentlich Schülerinnen und Schüler, die sich mit ihren Aufgaben auf den Flur, den Hof oder sogar unter den Tisch zurückziehen. Während des Corona-bedingten Lockdowns war der vertraute Umgang mit mobilem Lernen von Vorteil: „Wir nutzen ,DiLer‘ als digitale Lern­platt­form, mit der wir den Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern halten“, meldete sich Schulleiter Micha Pallesche während des Home­schooling in einem Video auf dem Bitkom-Youtube-Kanal zu Wort. „DiLer“ ist ein browser­basiertes Learning Management System (LMS), mit dem die Schülerinnen und Schüler von überallher auf ihre Lern­materialien zugreifen können. „Dateien haben wir über die Next­cloud oder unter­schiedliche Video­kanäle wie Vimeo geteilt.“

Eine weitverbreitete Assoziation zu „Smart Schools“ lautet, dass dort „alle wie Roboter herum­laufen“ – das hören Schul­leiter wie Micha Pallesche immer wieder. Dabei spielen gerade das Analoge und Menschliche bei den digitalen Vorreiter­schulen eine besonders große Rolle. „Die Direktorinnen und Direktoren sowie die Lehrkräfte sind oftmals über­durch­schnittlich engagiert. Und diese Begeisterung färbt auf das gesamte Schul­klima und die Schülerinnen und Schüler ab“, bestätigt Bitkom-Referentin Nina Brandau.

Dadurch entstehen mitunter überraschend kreative Formate. So hat ein Physik­lehrer an der Villa Wewersbusch, einer privaten Ganz­tags­schule im nordrhein-westfälischen Velbert, während des Homeschoolings Experimente per Video aufgenommen und die Schülerinnen und Schüler ermutigt, eigene Hörbeiträge dazu zu erstellen. Dazu Bitkom-Referentin Nina Brandau: „Es geht beim digitalen Lernen also vor allem darum, dass Kinder und Jugendliche nicht die Konsumenten­rolle einnehmen – sondern die der Produzentinnen und Produzenten.“

Tipps zur Nutzung von Online-Tools im digitalen Unterricht

Mobiles Lernen: Am besten eignen sich web­basierte Tools und Apps, die direkt im Browser und von unterschiedlichen Geräten und Betriebs­systemen angesteuert werden. Dadurch ist das Lernen von jedem Ort und jedem Rechner aus möglich.

Datenschutz: Bei den verwendeten Tools sollten sich die Schülerinnen und Schüler nicht extra mit Namen oder anderen Daten anmelden müssen. Außerdem gilt sicher­zu­stellen, dass die Arbeits­ergebnisse nur für die am Unterricht Teilnehmenden sichtbar sind.

Zudem ist es ratsam, Tools zu verwenden, deren Anbieter in der Europäischen Union ansässig sind. Damit ist eine Bindung an die Europäische Daten­schutz­richt­linie sicher­gestellt.

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