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Kreative Unterrichts­gestaltung mit digitalen Medien

Die Realschule am Europakanal in Erlangen ist eine digitale Schule. Zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer gestalten ihren Unterricht mit digitalen Hilfs­mitteln, viele Klassen sind mit inter­aktiven Whiteboards und Tablets aus­gestattet. Doch wie gelingt die Umstellung von einer analogen zu einer digitalen Schul­kultur? Die Aufgaben der Lehr­kräfte haben sich verändert. Das Prinzip „Flipped Classroom“ zum Beispiel, bei dem sich die Schülerinnen und Schüler zu Hause mit Lern­videos vor­bereiten und dadurch mehr Zeit zur Anwendung des neuen Wissens im Unterricht bleibt, erwies sich in Erlangen als erfolg­reich – der Unterricht konnte inter­aktiver und individueller gestaltet werden.

Eine Quiz-App wird als lockerer Start in den Unterricht genutzt, um Erlerntes spielerisch abzufragen.
Eine Quiz-App wird als lockerer Start in den Unterricht genutzt, um Erlerntes spielerisch abzufragen. © Lars Rettberg (Die Deutsche Schulakademie)

Kompetenzen für ein digitales Zeit­alter

„Wir leben in einer digitalisierten Welt, und die Schüler müssen lernen, damit umzugehen“, sagt Markus Bölling, Schul­leiter der Realschule am Europakanal. Vor rund 15 Jahren entschloss sich das Kollegium dazu, seine Schule grund­legend weiter­zu­entwickeln. Digitale Medien sollten nicht nur in der Freizeit der Schüler­innen und Schüler eine Rolle spielen, sondern auch während ihrer Ausbildung.

Wir leben in einer digitalisierten Welt, und die Schüler müssen lernen, damit umzugehen.
Markus Bölling, Schul­leiter der Realschule am Europakanal

Zukünftig sollten auch Medien­kompetenzen im Unterricht vermittelt werden. An der Realschule am Europa­kanal lernen Schüler­innen und Schülern daher neben dem technischen auch den kritischen Umgang mit digitalen Medien. Gleich­zeitig sind die Möglich­keiten, den Unterricht zu gestalten, viel­fältiger geworden. Mit der Digitalisierung habe sich der Lern­erfolg verbessert, sagen die Lehr­kräfte.

Digitale Schul­kultur und Unterrichts­gestaltung

Die Realschule am Europakanal in Erlangen gehört zu den Preis­träger­schulen des Deutschen Schul­preises, der jährlich von der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung verliehen wird. Die Schule wurde 2010 aus­gezeichnet und ist Teil eines Netz­werks von mittler­weile über 70 Preis­träger­schulen. Die Jury über­zeugte neben anderen Aspekten das Konzept „Digitale Schule“ – die Art und Weise, wie digitale Medien hier die Schul­kultur anreichern und verbessern.

Was „Flipped Classroom“ bedeutet und wieso die Lehrkräfte sowie die Schülerinnen und Schüler davon überzeugt sind, erläutert ein Film zum Schul­konzept. Auf dem Deutschen Schulportal gibt es zum Nach­lesen den ganzen Weg der Realschule durch die Digitalisierung sowie Ziele und Anmerkungen aus der Praxis. Darüber hinaus können angemeldete Nutzerinnen und Nutzer kostenlos Material herunter­laden, das die Schule zur Umsetzung ihres Digitalisierungs­konzepts entwickelt hat.

Angefangen hat alles mit einem Besuch in den USA

Krankmeldungen werden in Erlangen mittlerweile online ein­gereicht, Informationen für die Eltern auf einer Platt­form online gestellt. Doch all das passierte nicht von heute auf morgen. 2006 besuchten Vertreter der Erlangener Schule das Cisco Innovation Lab („Arbeits­welt Zukunft“) in Kalifornien. Über­zeugt von der Vielfalt an Möglich­keiten, die neue Technologien eröffnen, entschied sich die Schule, die gesammelten Eindrücke und Impulse in die eigene Schul- und Unterrichts­entwicklung ein­fließen zu lassen.

Die Einrichtung eines sicheren WLAN-Netz­werks stellte die Basis ihres Vorhabens dar. Note­books fanden zuerst den Weg in die Klassen­räume, Tablets folgten. Durch interne Fort­bildungen konnte das Kollegium von den neuen Hilfs­mitteln über­zeugt werden, die auf diese Weise gewinn­bringend in den Unterricht integriert wurden. Es folgten die Implementierung eines Blogs, Online-Lern­platt­formen und eines elektronischen Kommunikations­systems, das sogar die All­tags-Büro­kratie der Schule zunehmend digitalisiert hat.

Ein neues Lehrer-Schüler-Verhältnis

Mit der Einführung von Tablets und Whiteboards hat sich vor allem der Unterricht an der Realschule am Europakanal verändert. Das Unterrichts­material sei nun aktueller und authentischer, sagen die Lehr­kräfte der Realschule. Durch das multi­medial angereicherte Arbeits­material nehmen die Schülerinnen und Schüler den Unterrichtsstoff umfassender auf, arbeiten selbst­ständiger und kreativer.

Die Lehrkräfte mussten dabei auch die Erfahrung machen, dass die Schülerinnen und Schüler häufig intuitiver als sie mit den Tablets umgehen und darin manchen Lehr­kräften also einen Schritt voraus sind. So machen nun auch die Schülerinnen und Schüler eigene Vorschläge für neue Anwendungen.

Insgesamt hat sich das Lehrer-Schüler-Verhältnis mit der Digitalisierung verändert. Digitale Lernräume vereinfachen den Austausch und dokumentieren Lern­inhalte und -fort­schritt der einzelnen Teil­nehmerinnen und Teil­nehmer. Inter­aktive Whiteboards bieten einen Präsentations­raum für alle Beteiligten im Unterricht – und nicht nur für die Lehr­kräfte. Insgesamt ist der Unterricht schüler­zentrierter geworden, da die Lehr­kräfte mehr Zeit finden, auf individuelle Bedürfnisse ihrer Klasse einzugehen. Schülerinnen und Schüler entwickeln sich immer mehr zu Expertinnen und Experten, die eigenen Input für den Unterricht produzieren, während die Rolle der Lehr­kräfte sich zu der von Coaches entwickelt hat.

Die Preisträger des Deutschen Schulpreises haben ganzheitlich mit ihrer Art, Schule zu gestalten, überzeugt. Auf dem Deutschen Schulportal werden die einzelnen Konzepte, die die Preis­träger hervorheben, betrachtet und unter die Lupe genommen. Die ganze Geschichte der Realschule am Europakanal Erlangen sowie weitere Beispiele aus der Schul­praxis mit vielen Materialien für die Umsetzung sind auf dem Deutschen Schulportal zu finden.

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