Stressforschung am Körper

Virtuelle Menschmodelle zeigen: Stress belastet mit bis zu 50 Kilogramm extra. Im Labor für Biomechanik an der OTH Regens­burg ist Stress die alles bestimmende Größe. Unter der Leitung von Prof. Dr. Sebastian Dendorfer unter­sucht hier ein Team aus den Disziplinen Maschinen­bau, Psycho­logie, Medizin, Sport­wissen­schaft und Mathe­matik mit­hilfe von virtuellen Mensch­modellen, wie sich mentale Belastungen auf den Bewegungs­­apparat aus­wirken. Ziel der Forscher ist es, ganz­heitliche Lösungs­ansätze für muskulo­skelettale Probleme zu ent­wickeln.

Wie sich mentale Belastungen auf den Bewegungsapparat auswirken, erforschen Wissenschaftler an der OTH Regensburg.
Wie sich mentale Belastungen auf den Bewegungsapparat auswirken, erforschen Wissenschaftler an der OTH Regensburg. © OTH Regensburg/Florian Hammerich

Ihre Test­ergebnisse sind drastisch: Allein durch Stress erfährt die Wirbel­säule eine Mehr­belastung von bis zu 500 Newton; „das ist so, wie wenn 50 Kilo­gramm auf Kopf und Schultern drücken“, verdeutlicht Prof. Dr. Dendorfer. Die ortho­pädischen und ergo­nomischen Frage­stellungen, auf die die virtuellen Mensch­modelle angewendet werden können, sind zahl­reich: Projekte reichen von der manuellen Geburts­hilfe bis hin zur Prävention und Therapie von Schulter­verletzungen. Der Transfer in die Praxis erfolgt prompt: Beispiels­weise wurde mit einer Firma aus der Region bereits ein Rücken­trainings­gerät zur Markt­reife gebracht.

Dieser Artikel ist in „Wie wird geforscht in Bayern“, eine Sonderveröffentlichung, am 8.3.18 in DIE ZEIT erschienen.

OTH Regensburg

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