Alte Handschriften und neue Materialien

Wie wird geforscht in Bayern? Eine der Antworten auf diese Frage lautet: Seit 1970 jeden­falls auch schwäbisch!

Die Universität Augsburg aus der Vogelperspektive
So sieht die bayerische Forschungslandschaft (ausschnittweise) in Augsburg aus: ein grüner Park mit human dimensionierter Architektur, in dem 1200Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen mit 20.000 Studentinnen und Studenten forschen und lehren bzw. lernen. Vom neuen Medizin-Campus, der im Westen der Stadt entsteht, noch ganz zu schweigen ... © Universität Augsburg

Die Universität Augsburg ist heute ein prägender Bestand­teil der Forschungs­land­schaft des Frei­staats. „Dies wird noch deutlicher werden, wenn unsere neue Medizinische Fakultät bald mit ihren Schwer­punkten Umwelt­medizin und Medizinische Infor­matik inno­vative Akzente auch in der medizinischen Forschung setzen wird“, meint Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel, seit 2011 amtierende Präsidentin der Universität Augsburg.

Sich durch die Konzentration auf Zukunfts­themen neue Ausbau­perspektiven und Profilierungs­möglich­keiten zu er­schließen – diesen Weg hat die über 20.000 Studierende in acht Fakultäten zählende Uni­versität in Bayerisch-Schwaben früh­zeitig ein­geschlagen. Noch in den 1980er Jahren gelang der zunächst auf Wirtschafts-, Sozial-, Rechts- und Geistes­wissen­schaften konzentrierten jungen Universität der erfolg­reiche Einstieg in die Natur­wissen­schaften durch den Auf­bau einer auf neue Materialien aus­gerichteten Fest­körper­physik. In den 1990er Jahren nutzte sie konsequent Förder­initiativen des Frei­staats für die Errichtung einer mit den Natur­wissen­schaften eng kooperierenden Fakultät für Angewandte Infor­matik und einer auf inter­disziplinäre Netz­werke gründenden Umwelt­forschung.

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„Wenn wir heute behaupten können, auch inter­national sicht­bar und prominent dabei zu sein, wenn es um das Mega­thema ‘Ressourcen­knapp­heit’ geht, dann deshalb, weil es uns gelungen ist, die unter­schiedlichen Disziplinen, die hier gefragt sind, erfolg­reich zu etablieren, zu stärken und zu vernetzen“, so Doering-Manteuffel. Die „Netzwerkuniversität“, die Fachgrenzen über­windet, um sich drängenden Zukunfts­fragen zu stellen, war das Programm, mit dem die Präsidentin ihr Amt vor acht Jahren antrat. Selbst Ethno­login, hat sie aber auch viele andere heraus­ragende Vor­haben im Blick wie das Akademie-Projekt über den Öster­reichischen Bibel­über­setzer aus der Mittel­alter­germanistik. Doering-Manteuffel: „Dank unserer Entstehungs­geschichte sind wir in den Human­wissen­schaften stark auf­gestellt. Und wir nutzen diesen Vor­teil, indem wir auch hier unsere Kräfte konsequent in inter­disziplinären Zentren bündeln, die Antworten auf brennende gesellschaftliche, politische, ökonomische und kulturelle Fragen suchen.“

Dieser Artikel ist in „Wie wird geforscht in Bayern“, eine Sonderveröffentlichung, am 8.3.18 in DIE ZEIT erschienen.

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