Die richtige Idee – am richtigen Ort

Im Juni 2012 ging ein Bild durch die Presse: Hans Müller-Steinhagen, Rektor der TU Dresden, mit hoch­gerissenen Armen und strahlendem Gesicht.

Das Team des cfaed um Koordinator Gerhard Fettweis.
Das Team des cfaed um Koordinator Gerhard Fettweis. © Katharina Knaut

Es war der Tag, an dem das Center for Advancing Electronics Dresden (cfaed) seine Finanzierungs­zusage als Exzellenz­cluster von der DFG bekam – und die TU Dresden Exzellenz-Uni wurde. Dies liegt nun fünf Jahre zurück, für den Exzellenz­cluster eine auf­regende Zeit des Auf­baus, des Aus­probierens und voller Inno­vations­energie. Der An­spruch des cfaed ist hoch: Nicht weniger als die Neu­erfindung der Elektronik steht auf den Fahnen, die Basis dafür ist eine ganz­heit­liche Betrachtung der Materie, wie sie im globalen Maß­stab ihres­gleichen sucht. Wie weiter, wenn das Moorsche Gesetz seine Grenzen erreicht hat, wenn die Integrations­dichte von Sili­zium-Transis­toren physikalisch nicht mehr zu steigern ist? Welche neuen Materialien und Technologien können ein­springen, wie kommen wir mit ihnen zu völlig neu­artigen Bau­elementen? Was passiert mit Hard- und Soft­ware, die mit diesen revolutionären Elementen umgehen muss?

Institution

Verbindung von erkenntnis­getriebenen Natur­wissen­schaften und innovations­orientierten Ingenieur­wissen­schaften zu einer inter­disziplinären Forschungs­platt­form.

Diese Fragen sind auch mit Blick auf die völlig neu­artigen Anforderungen zu beantworten, die das „Internet der Dinge“ (IoT) mit seinen unzähligen vernetzten Geräten stellen wird. Darauf ist das cfaed mit seinen bisher neun Forschungs­bereichen aus­gerichtet, die im Cluster „Pfade“ genannt werden. Sie erstrecken sich von fünf material­orientierten über drei system­orientierte bis hin zum Bio Inspirations­pfad. Neben der Sprecher­universität TU Dresden und der Partner­universität TU Chemnitz sind neun außer­universitäre Ein­richtungen eng in die Cluster­struktur ein­gebunden, darunter ein Helm­holtz-Institut und je zwei Häuser der Leibniz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft und Fraun­hofer-Gesell­schaft. Hier wird sicht­bar, dass der Cluster nicht zufällig gerade in Dresden gegründet wurde – die extrem dichte und hoch­ver­netzte Forschungs­land­schaft, die sich um den Nukleus TU Dresden entwickelt hat, bereitet einen einzig­artigen, nähr­reichen Boden für Forschungs­zusammen­arbeit auf Spitzen­niveau. Sie wird umschlossen von der Wirt­schafts­region „Silicon Saxony“ – dem größten deutschen High­tech-Cluster und Mikro­elektronik­stand­ort Europas. Man spricht hier von rund 2.300 Betrieben, 60.000 Beschäftigten und 14 Milliarden Euro Umsatz. Das ist der „Mutter­boden“, auf dem sich das cfaed bewegt.

Ziel

CMOS-Technologie mit neuen Techno­logien ergänzen und/oder ersetzen, was zu hetero­genen Architekturen führt, die hoch­effiziente Informations­verarbeitung ermöglichen

  • ca. 70 Investigators
  • ca. 300 Wissenschaftler
  • davon ca. 50 Prozent
  • aus 30 Nationen
  • 5 strategische Professuren
  • 1 Open-Topic-Professur
  • 9 Forschungsgruppenleiter
  • rund 1.400 Publikationen

Doch vor allem sind es Köpfe, die Entwicklungen voran­treiben, voraus­denken und Inno­vationen befördern. Köpfe wie Gerhard Fettweis, Professor für Mobile Nachrichten­systeme an der TU Dresden, Initiator und Koordinator des Exzellenz­clusters. Oder auch Brigitte Voit, Professorin, Direktorin des Leibniz-Instituts für Poly­mer­forschung Dresden, Mit­gründerin des cfaed und wesentlicher Motor für den Zusammen­schluss der Dresdner Wissenschafts­land­schaft zum „DRESDEN-concept“. 2017 wurde sie mit dem Sächsischen Verdienst­orden geehrt. Weitere exzellente Köpfe aus der ganzen Welt nach Dresden zu locken, aber auch wissen­schaftlichen Nach­wuchs intensiv auf dem Karriere­weg zu begleiten und ihnen hoch­karätiges Sprung­brett zu sein, ist ein Kernziel der cfaed-Auf­stellung. In der ersten Förder­periode wurden 12 Forschungs­gruppen­leiter ein­gestellt, von denen drei bereits den nächsten Karriere­schritt genommen haben. Es konnten so aus­gezeichnete Wissen­schaftler wie Xinliang Feng nach Dresden geholt werden, der mit seinen Forschungen auf dem Gebiet der 2D-Materialien (wie zum Beispiel das „Wunder­material“ Graphen) weltweit zu den meist­beachteten und -zitierten Wissen­schaftlern zählt. Als Brenn­kammer von Visionen an einem Ort, an dem diese fruchten können, geht das cfaed in die neue Antrags­phase der Exzellenz­strategie.

Finanzierung

DFG im Rahmen der Exzellenzinitiative

Koordinator

Prof. Gerhard Fettweis, Vodafone Stiftungslehrstuhl

Co-Koordinator

Prof. Karl Leo, Professur für Optoelektronik

Kontakt

Center for Advancing Electronics Dresden
cfaed@tu-dresden.de
Tel. (0351) 46 34 37 01
www.cfaed.tu-dresden.de

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