Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen

Die FH Münster rückt die Inter­aktion mit der Gesellschaft in den Fokus.

Eine Region in Bewegung: münster.land. leben ist ein Projekt der FH Münster gemeinsam mit über 70 Partnern.
Eine Region in Bewegung: münster.land. leben ist ein Projekt der FH Münster gemeinsam mit über 70 Partnern. © FH Münster

Als Carsten Schröder, Vizepräsident der FH Münster und Antrags­koordinator von münster.land.leben, die Auftakt­veranstaltung dieses größten Projektes in der Geschichte der Hoch­schule im April 2018 eröffnet, wird schnell deutlich, dass dieses Vorhaben besonders ist. Neben einigen lang­jährigen Partnern sind auch ungewöhnlich viele neue Gesichter dabei. Für manche der vertretenen Institutionen ist es vermutlich der erste Kontakt mit einer Hoch­schule über­haupt.

Mit münster.land.leben hat die FH Münster einen Nerv getroffen. „Gesund­heits­versorgung, Teilhabe und Wohl­befinden im ruralen Raum“, so der Unter­titel des Projekts, sind im Münster­land – wie auch in vielen anderen ländlich geprägten Regionen – eine der ganz großen Heraus­forderungen. Schon während der Antrag­stellung wurde klar: münster.land.leben ist nicht nur ein Projekt der FH Münster. Es ist ein Projekt der gesamten Region: Mehr als 70 Partner werden gemeinsam daran arbeiten, Antworten auf einige der für das Münster­land drängendsten Zukunfts­fragen zu finden. Die Band­breite der Akteure könnte dabei kaum größer sein: von Kranken­häusern, Unter­nehmen, Land­kreisen, Gemeinden, Kammern oder lokalen ehren­amtlichen Initiativen bis zu inter­nationalen Partnern aus Öster­reich, den Nieder­landen und Groß­britannien. Ein strategischer Partner ist hierbei das bereits bestehende Netz­werk Gesundheits­wirtschaft Münsterland e.V.

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„Diese Bandbreite ist kein Selbstzweck, sondern für den Erfolg des Projekts essenziell: Wenn es um Gesund­heits­versorgung im ländlichen Raum geht, konkret hier im Münsterland, löse ich nun mal keine Probleme, wenn ich mich einschließe, ein Buch schreibe und hin und wieder zu einer wissen­schaftlichen Konferenz fahre. Die wahren Experten hierfür sind die­jenigen, die sich vor Ort tag­täglich mit vielen der Themen von münster.land.leben beschäftigen. Sie wissen, wo der Schuh drückt und was man wie besser machen kann“, erläutert Prof. Dr. Ute von Lojewski, die Präsidentin der FH Münster. Dabei ist die Zusammen­arbeit mit Akteuren aus der Region für die FH Münster alles andere als neu. Innovations­projekte, vor allem in Kooperation mit dem im Münster­land kräftigen Mittel­stand, sind eine große Stärke der Hochschule, die mit fast 17 Millionen Euro im Jahr 2017 über hohe Dritt­mittel­einnahmen verfügt. Diese Stärke weiter auszubauen und zugleich den Aktions­radius in Richtung der Gesellschaft zu erweitern ist ein erklärtes Ziel. Der Erfolg mit münster. land.leben im Rahmen der Bund-Länder-Initiative Innovative Hoch­schule passte da hervor­ragend ins Konzept. Und das Konzept offenbar zur Initiative.

In insgesamt 13 Teilvorhaben soll münster.land.leben in den kommenden fünf Jahren die für den Gesundheits- und Versorgungs­sektor spezifischen Transfer­hemmnisse grundlegend verstehen helfen, die Austausch­prozesse zwischen Wissenschaft und Gesellschaft anpassen und vor allem operative Maß­nahmen lang­fristig verankern. Kurzum: Die Versorgungs­probleme in ländlichen Regionen sollen an der Wurzel gepackt und im Zusammen­spiel von Wissenschaft und Praxis Lösungen gefunden werden.

Steckbrief

Zielsetzung

Qualität in der Bildung nicht nur verankern, sondern leben: Das ist an der FH Münster Wirklichkeit. Deshalb studieren an der Hoch­schule rund 14.500 Menschen anwendungs­nah und persönlich­keits­entwickelnd – und sie setzen Impulse für morgen. Das diversifizierte Fächer­angebot garantiert ein breites Wissen­schafts­spektrum und bietet ideale Voraus­setzungen, aktuelle Forschungs­fragen inter­disziplinär anzugehen. Dass dabei Innovationen entstehen, ermöglichen auch die ergebnis­orientierten Transfer­prozesse von Hoch­schule und TAFH Münster GmbH.

Weitere Informationen:

FH Münster, Hüfferstraße 27
48149 Münster, www.fh-muenster.de

Dieser Artikel ist in „Wie wird geforscht in Nordrhein-Westfalen“, eine Sonderveröffentlichung, am 24.5.18 in DIE ZEIT erschienen.

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