HOST – gut vernetzt und praxis­nah

Das Forschungsprofil der Hochschule Stralsund – HOST bettet sich hervorragend in die Zukunftsfelder und Schlüsselthemen des Landes Mecklenburg-Vorpommern ein

Labor für moderne Produktionsabläufe mit zukunftsweisenden Technologien
Labor für moderne Produktions­abläufe mit zukunfts­weisenden Technologien: Erprobung von Mensch-Maschine-Inter­aktion für ein sicheres Mit­einander in Handhabungs-, Förder- und Fertigungs­prozessen. © Hochschule Stralsund

Energie/Klima, nachhaltige Produktions­techniken und neue Werk­stoffe, Gesundheit/Life Science und Mobilität/Automotive. „Die HOST hält an Kontinuität ihrer fakultäts­über­greifenden Themen­bereiche fest, ist aber trotz­dem sehr auf­geschlossen, sich neuen Forschungs­themen im Kontext der Netz­werk­erweiterung zu stellen“, so Prof. P. Maier, Prorektorin für Forschung und Entwicklung. Die forschungs­starke Hoch­schule, die neben Kontakten zu Wirtschafts­unter­nehmen eine Viel­zahl von Kooperationen mit Forschungs­ein­richtungen unter­hält, hat 2016 einen vierten Forschungs­schwer­punkt definiert: Gesundheits­techno­logien/E-Health und Gesund­heits­wirtschaft.

Gesund unterwegs!

Prof. T. Mayrhofer beschäftigt sich an der HOST mit der Evaluierung von Techno­logien während der frühen Ent­wicklungs- bzw. Ein­satz­phasen, wenn Daten hin­sicht­lich der klinischen und finanziellen Effektivität noch nicht vorliegen. Hier werden Computer­modelle benötigt, die die erwarteten Out­comes mit­hilfe ent­scheidungs­analytischer Methoden simulieren und somit Kosten, Effektivität und den Gesamt­einfluss auf das Gesund­heits­system prognostizieren.

Mit dem Massachusetts General Hospital, Harvard Medical School werden Simulations­modelle erarbeitet, die auf verschiedenen Versuchen basieren und die gesund­heit­lichen und öko­nomischen Lang­zeit­wirkungen von Koronar-CT-Angio­graphien als Triage-Ver­fahren bei Patienten mit Brust­schmerz in der Not­auf­nahme analysieren. Forschungs­themen mit dem Schwer­punkt Bio­infor­matik werden von Prof. G. Wede­mann bearbeitet, der zugleich das Institute for Applied Computer Science (IACS) leitet. Sein Forschungs­team beschäftigt sich mit der Entwicklung von Soft­ware-Modellen für die Berechnung von bio­logischen Systemen wie der Aus­breitung von Metas­tasen im Körper bei Krebs­erkrankungen und der Gen­regulation durch Änderung der drei­dimensionalen Struktur des Zell­kerns.

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Dies geschieht in enger Vernetzung mit nationalen Forschungs­zentren wie dem Krebs­forschungs­zentrum in Heidel­berg und dem Universitäts­klinikum Hamburg-Eppen­dorf. Im Kompe­tenz­zentrum Health Informatics haben sich die Professoren J. Dräger, M. Staemmler und H. Ehricke mit ihren Expertisen zusammen­geschlossen. Sie arbeiten stark anwendungs­orientiert an tele­medizinischen Fern­befundungs­systemen, medizin­produkte­recht­lichen Fragen sowie der gesicherten Über­tragung personen­bezogener medizinischer Daten. Weitere Schwer­punkte bilden die Integration und Vernetzung medizinischer Systeme sowie die Visualisierung und Muster­erkennung, zum Beispiel von Nerven­bahnen.

Wie sich Aspekte der Mobilität, Autonomie und Ergonomie durch IT unterstützen lassen, wird von der Forscher­gruppe des E-Motion Lab im IACS betrachtet. „Einer der Schwer­punkte liegt dabei auf dem Einsatz von Methoden der Künstlichen Intelligenz in der Entwicklung autonom agierender und sich selbst ver­netzen­der Ein­heiten zu Wasser, Land und in der Luft“, erläutert Prof. C. Bunse, Mitglied des Labors an der Schnitt­stelle von Infor­matik, Mathe­matik, Robotik und Psycho­logie. Prof. A. Noack widmet sich den Fragen rund um die IT-Sicher­heit im Um­feld der autonomen Mobilität. Hier­zu gehören die Durch­führung von Sicher­heits­analysen und die Entwicklung von Werk­zeugen und Verfahren zur Erkennung und Abwehr von illegalen Zugriffen. Ziel ist der Aufbau eines Kompetenz­zentrums zur autonomen Mobilität insbesondere im ländlichen Raum. Prof. P. Maier vereint in ihrem inter­disziplinären Forschungs­projekt zu ab­baubaren Implan­tat-Mater­ialien Aspekte aus Gesund­heit und Technik: Ab­bau­bare Implantate aus z.B. Magnesium­legierungen ermöglichen signifikante Kosten­senkungen und eine Verbesserung der Lebens­qualität und stoßen daher im Gesund­heits­wesen auf großes Interesse. Die HOST begleitet dieses Forschungs­feld in enger Zusammen­arbeit mit Medizin­produkte­herstellern durch Unter­suchungen des Korrosions­verhaltens sowie der von der Herstellung beeinflussten mechanischen Eigen­schaften.

Interdisziplinär ausgerichtet!

Prof. M. Vehse forscht haupt­sächlich auf dem Gebiet der Herstellung patienten­individueller Mikro-Implantate mittels additiver Fertigungs­verfahren. Der Fokus liegt einer­seits auf der Erforschung neuer Materialien, Material­kombinationen und Herstellungs­ver­fahren für poly­mer­basierte Drug-Eluting-Implantate mit chondroiden Eigen­schaften. Dabei stehen Verfahren der Photo­poly­mer­isation im Vorder­grund. Auf der anderen Seite beschäftigt er sich mit der konstruktiven Auslegung von Bau­teilen für die additive Fertigung vergleichend zu abtragenden Verfahren und Leicht­bau­prinzipien wie zum Beispiel bei un­regel­mäßigen Strukturen ähnlich Schäumen.

Technisch versiert!

Die Themen im Gesundheits­schwer­punkt decken in Summe ein breites inhaltliches Spektrum ab und geben ungeachtet der Ein­bindung in die deutsche und inter­nationale Forschungs­land­schaft zu­gleich viele Möglich­keiten des kollegialen Aus­tauschs und der Zusammen­arbeit an der HOST. Gleiches gilt für den Forschungs­schwer­punkt „Technische Systeme“. Hier ist Prof. A. Deutschländer in das EU/BMBF-geförderte ECSELVerbundprojekt „Productive4.0“ ein­gebunden. Die Fach­gruppe forscht auf dem Gebiet der Material­fluss­auto­matisierung in Rein­räumen. Die HOST verfügt über einen Rein­raum der Klasse ISO 8 sowie eine Rein­raum­kabine der Klasse ISO 3/GMP B. Im Rein­raum laufen Forschungs­arbeiten zu Mobilen Roboter-Systemen, insbesondere die Entwicklung einer automatisierten, elektro­mechanischen Kupplung zwischen Hand­habungs­system und der mobilen Roboter­platt­form sowie Unter­suchungen der Partikel­emissionen an einem neu entwickelten Rollen­förderer für den Trans­port von Wafern für die Halb­leiter­branche. Prof. H. Meironke hin­gegen beschäftigt sich mit der Erfassung und Inter­pretation von groß­räumigen Strömungs­feldern in Fermentations­tanks, die zum Beispiel bei der Vergärung von Bier­würze ent­stehen. Maß­nahmen zur Optimierung des Fermentations­prozesses sollen ab­geleitet werden. Die Unter­suchungen erfolgen in einem speziellen Labor­fermenter, insbesondere mittels der Ultra­schall-Doppler-Mess­technik, die sehr gut für Messungen von Geschwindig­keits­feldern in trüben Medien geeignet ist.

Im Forschungs­schwer­punkt Energie kann die HOST auf das erfolg­reiche Einwerben zweier Teil­projekte des Exzellenz­forschungs­programms des Landes MV im Forschungs­verbund „Netz-Stabil“ mit den Universitäten Greifs­wald und Rostock blicken und in Zukunft daran anknüpfen. Die Professoren T. Luschtinetz, Leiter des Instituts für Regenerative Energie­systeme, und M. Bierhoff bearbeiten die Projekte „Speicher­studie“ und „Intelligente Speicher“ des Verbund­projektes „Netz­stabilität mit Wind- und Bio­energie, Speichern und Lasten unter Berück­sichtigung einer optimalen Sektor­kopplung“. Prof. M. Bierhoff beschäftigt sich grund­legend mit alter­nativen Regelungs­ver­fahren für elektrische Antriebe sowie deren robuster, dynamischer und effizienter Dreh­zahl- oder Lage­regelung. Durch Effizienz­vergleich und -optimierung unter­schiedlicher elektrischer Antriebs­konzepte, die Anwendung von aktiven Leistungs­filtern, moderne Speicher­auslegung, den Betrieb von Batterie­speichern in Insel­netzen und die Erhöhung der Netz­qualität soll ein optimiertes Energie­management entstehen.

Gut aufgestellt darf die HOST als Motor der regionalen Entwicklung in die Zukunft blicken. Das kürzlich gestartete Mittel­stand 4.0 – Kompetenz­zentrum Rostock DigiMed&Tour, in welches die HOST im Bereich „Digitalisierung im Tourismus“ ihre Expertise einbringt, bietet die beste Ausgangs­position für neue Projekte.

Kontakt

Hochschule Stralsund
Prof. Dr.-Ing. Petra Maier
Tel. (03831) 45 78 10

prorektor2@hochschule-stralsund.de
www.hochschule-stralsund.de

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