Gemeinsam stark

Top-Chancen für den wissenschaftlichen Nachwuchs: Interdisziplinäre Forschung in einem Netzwerk mit elf Partnern macht Bremen zu einem der führenden Forschungsstandorte in Deutschland. Dass die Universität Bremen zu den forschungs­stärksten deutschen Universitäten gehört, verdankt sie nicht zuletzt Kooperationen mit außer­universitären Partnern, wie den Bremer Instituten aller großen deutschen Wissen­schafts­organisationen. Ein nahe­liegender Schritt wurde 2016 vereinbart: die Gründung eines Verbundes der Universität mit allen zehn Partnern, die U Bremen Research Alliance.

Eine Frau in einem Schutzanzug
© Universität Bremen

„Eine starke Universität befördert starke außer­universitäre Forschungs­ein­richtungen, und starke außer­uni­versitäre Forschungs­ein­richtungen befruchten die universitäre Entwicklung. Diesem Prinzip folgt die U Bremen Research Alliance“, erläutert Professor Bernd Scholz-Reiter, Rektor der Universität und Vor­sitzender der Allianz. Er fasst zusammen: „Über 40 Kooperations­professuren verbinden die universitäre und außer­universitäre Forschung. Durch die Zusammen­arbeit entstehen hervor­ragende Arbeits­bedingungen. Die gemeinsame Nutzung von Infra­strukturen, exzellente Service- und Beratungs­ein­richtungen, maß­geschneiderte Karriere­wege und die schnelle Umsetzung wissen­schaftlicher Ideen bilden den Kern unserer Allianz.“

Ziel ist es, die bestehende wissen­schaftliche Zusammen­arbeit im Verbund zu intensivieren und in Service und Verwaltung gemeinsame Strukturen aufzubauen. Dazu gehört auch der Auf­tritt nach außen. Auf inter­nationaler Ebene die Chancen in Bremen hervor­zu­heben, ist im Wett­bewerb um die besten Forscherinnen und Forscher aus der ganzen Welt un­erlässlich. Vor­teil in Bremen: „Wir haben hier eine echte Win-win“, sagt Scholz-Reiter. Die viel­fältigen Kooperations­möglich­keiten und inter­disziplinären Projekte der Research Alliance eröffnen Wissen­schaftlerinnen und Wissen­schaftlern ein breites Feld kreativer Forschung an aktuellen Zukunfts­themen, insbesondere in den vier Wissen­schafts­schwer­punkten Meeres-, Polar- und Klima­forschung, Material­wissen­schaften und ihre Technologien, Minds Media Machines und Gesundheits­wissen­schaften.

Logo Uni Bremen Research Alliance

Nachwuchsförderung

„To change the world, just change location“ – damit wendet sich die U Bremen Research Alliance an ambitionierte Wissen­schaftlerinnen und Wissen­schaftler aus aller Welt. Und sie hat viel zu bieten: Kooperative Nachwuchs­gruppen an der Schnitt­stelle von Universität und außer­universitären Ein­richtungen ermöglichen einen maß­geschneiderten Ein­stieg. Wissen­schaftliche Mit­arbeiterinnen und Mit­arbeiter der Partner promovieren an der Universität Bremen und können sich in die universitäre Lehre einbringen. Ihnen steht auch das universitäre Nach­wuchs­zentrum BYRD – Bremen Early Career Researcher Development – offen. „Mehr Zeit für intensive Betreuung. Das haben wir uns in der Allianz auf die Fahnen geschrieben. Meinen Doktorandinnen und Doktoranden steht die Tür zu meinem Büro immer weit offen. Ich gebe meine Erfahrung sehr gerne weiter. Darüber hinaus haben wir verschiedene Programme aufgelegt, um die jungen Wissen­schaftlerinnen und Wissen­schaftler auf ihrem Karriere­weg zu fördern“, erläutert Bernd Mayer, Professor im Fach­bereich Produktions­technik der Universität Bremen und Leiter am Fraun­hofer-Institut für Fertigungs­technik und Angewandte Material­forschung IFAM. Zudem ist er einer der Vorsitzenden der U Bremen Research Alliance.

Der Nachwuchs­wissen­schaftler und gebürtige Italiener Dr. Alessio Rovere ist Spezialist für Meeres­spiegel­schwankungen und leitet die kooperative Nachwuchs­gruppe „Sea Level and Coastal Changes“ zwischen dem Leibniz-Zentrum für Marine Tropen­forschung (ZMT) und dem MARUM – Zentrum für Marine Umwelt­wissen­schaften der Universität Bremen. Sie wurde wie zehn andere mit dem Zukunfts­konzept der Universität aus der Exzellenz­initiative ein­gerichtet. Durch die Kooperation ist Rovere in beiden Institutionen verankert, hat mehr Ressourcen zur Verfügung und kann Infra­strukturen hier und dort nutzen. Die gelebte Kooperation über die Ein­richtungs­grenzen hin­weg schafft Synergien, die Grenzen zwischen den Einrichtungen werden durch­lässig. Ein richtiges Team­play gibt es schon beim Fuß­ball: Das Roboter­fuß­ball­team B-Human der Universität Bremen und des Deutschen Forschungs­zentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Bremen tritt seit 2009 in der Standard Platform League des RoboCups an. Die Bilanz: fünf­mal Welt­meister und acht­mal Europa­meister. Was wie ein Spiel anmutet, lässt sich auf viele Anwendungs­bereiche über­tragen – von der Welt­raum­robotik bis zum Einsatz von Robotern in Krisen- oder Katas­trophen­szenarien.

Steckbrief

Gründung: 2016
Leitung: Prof. Dr.-Ing. Bernd Scholz-Reiter; Prof. Dr. Bernd Mayer

Zielsetzung

Forschung in den vier Schwer­punkten: Meeres-, Polar- und Klima­forschung; Material­wissen­schaften und ihre Techno­logien; Minds Media Machines; Gesund­heits­wissen­schaften. Multi­laterale Kooperation von elf Partnern in einem Netz­werk.

Kooperations­professuren

Kooperationsprofessorinnen und -professoren lehren und forschen an der Universität und haben leitende Funktionen in Forschung und Wissen­schafts­management außer­universitärer Ein­richtungen. Damit unter­streichen sie die gute Kooperation der Universität und ihrer Partner. Besonders viele Kooperations­professuren bestehen im Bereich Meeres-, Polar- und Klima­forschung. „Meine geo­chemischen Forschungs­projekte am Alfred-Wegener-Institut führen mich in arktische Perma­frost­regionen und auf die Polar­meere. Als Kooperations­professorin an der Uni­versität Bremen habe ich gleich­zeitig die Möglich­keit, mein gewonnenes Wissen an die nächste Generation weiter­zu­geben. Die enge Zusammen­arbeit in der Allianz schätze ich sehr“, betont Gesine Mollen­hauer, Professorin am Fach­bereich Geo­wissen­schaften der Universität Bremen und Wissen­schaftlerin am Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeres­forschung.

Welcome Service

Das Team des „U Bremen Research Alliance Welcome Center“ unterstützt internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und ihre Familien bei der Planung und Durchführung ihres Aufenthaltes in Bremen und Bremerhaven. Über ein breites Netzwerk von internen und externen Partnern werden administrative und soziale Services angeboten, um Arbeit und Familie unter einen großen und bequemen Hut zu bringen. Der „Dual Career Welcome Service“ unterstützt auch die Lebenspartner dabei, einen adäquaten Arbeitsplatz in Bremen „und umzu“ zu finden. Zur Kinderbetreuung gibt es die „Uni-Kita“ und die „Entdecker-Kids“ mit ihrem „Entdeckerhaus“ für den forschenden Nachwuchs. „Als ich mit meiner japanischen Frau und meinen Kindern aus Australien hier angekommen bin, war ich in der deutschen Sprache noch nicht so zu Hause“, verrät Dr. Martin Castillo, Leiter Materialwissenschaften am ZARM – Zentrum für angewandte Raum­fahrt­technologie und Mikro­gravitation an der Universität Bremen. „Dass das Team im Welcome Center immer ein offenes Ohr für uns hatte, hat uns den Start deutlich erleichtert.“

Kontakt

U Bremen Research Alliance

c/o Universität Bremen
Bibliothekstraße 1
Gebäude VWG; Raum 0575
28359 Bremen, Tel. (0421) 21 86 00 19

derk.schoenfeld@vw.uni-bremen.de
www.uni-bremen.de/research-alliance

X

Sie verwenden einen sehr alten Browser.

Um diese Website in vollem Umfang nutzen zu können, installieren Sie bitte einen aktuellen Browser.
Aktuelle Browser finden Sie hier