Für eine Lebenswerte Zukunft

Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald: Hochaktuelle Schwerpunkte prägen Lehre und Forschung an einer der ältesten deutschen Universitäten.

Bakterien und Proteine
Ein Schwerpunkt der Greifswalder Forschung ist die Mikrobielle Proteomics. © Universität Greifswald

Im Jahre 1456 gegründet, ist die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifs­wald eine der ältesten Universitäten in Deutschland und im Ost­see­raum. Geschichte und geographische Lage prägen bis heute Lehre und Forschung, doch der Fokus hat sich erweitert. Ihre Forschungs­stärke beweist die Universität mit inter­disziplinären Schwer­punkten in den Themen­feldern Gesund­heit & Prävention, Umwelt & Klima, Energie & Roh­stoffe und Chancen & Risiken der Globalisierung. Es sind aktuelle, zentrale gesell­schaftliche Themen und Heraus­forder­ungen, für die in Greifswald innovative Lösungen gesucht werden – und zwar gemeinsam mit drei Partnern vor Ort, dem Friedrich-Loeffler-Institut, Bundes­forschungs­institut für Tier­gesund­heit (FLI), dem Leibniz-Institut für Plasma­forschung und Technologie (INP) und dem Max-Planck-Institut für Plasma­physik (IPP). Hinzu kommen zahl­reiche nationale und inter­nationale Kooperationen. Grund­lagen­forschung und angewandte Forschung gehen dabei Hand in Hand.

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Gesundheit & Prävention

Infektionen von Mensch und Tier sind welt­weit eine der größten Gesund­heits­gefahren. Im Forschungs­schwer­punkt Proteomics und Protein­techno­logien arbeitet die Universität in Kooperation mit dem FLI daran, das Zusammen­wirken von Erregern und körper­eigener Ab­wehr zu entschlüsseln. Medizin, Natur- und Sozial­wissen­schaften entwickeln im Schwer­punkt Community Medicine und Individualisierte Medizin Konzepte und Methoden zur Ursachen­erforschung, Prävention und Behandlung der großen Volks­krank­heiten. Dabei greifen sie zurück auf eigene, welt­weit einzig­artige Daten aus epidemiologischen Lang­zeit­studien, wie der Study of Health in Pomerania (SHIP). Neue Strategien zur Wund­heilung und Reduktion von krank­machenden Keimen auf biotischen und abiotischen Ober­flächen sind das Ziel gemeinsamer Forschung mit dem INP im Forschungs­schwer­punkt Plasma­physik.

Umwelt & Klima

Die Erforschung mariner Bakterien soll helfen, relevante Mechanismen der biologischen Pumpen­funktion der Meere und ihren Einfluss auf die Klima­erwärmung zu verstehen. Zentrale Fragen der Öko­system­forschung, des Natur­schutzes, von Land­schafts­entwicklung und Umwelt­management sind Gegen­stand des inter­disziplinären Forschungs­schwer­punktes Environmental Change – Responses and Adaptation. Ziel ist die nach­haltige Nutzung natürlicher Ressourcen. Das Greifs­wald Moor Centrum, das von der umliegenden Land­schaft und der nahen Küsten­land­schaft profitiert, liefert welt­weit einzigartige Beiträge zum Klima­schutz durch Reduktion von Treib­haus­gas-Emissionen aus Mooren, zur Revitalisierung und nach­haltigen Nutzung von Mooren.

Steckbrief

Die universitären Forschungs­schwer­punkte werden durch exzellente individuelle Forschungs­leistungen und eine Reihe von Forschungs­verbünden gestützt. Darunter zwei DFG-geförderte Sonder­forschungs­bereiche und vom Forschungs­ministerium unter­stützte Zentren für Innovations­kompetenz. So bleibt die Universität auch nach 560 Jahren auf der Höhe der Zeit.

Energie & Rohstoffe

Die Tradition der Plasma­physik an der Universität und die An­siedlung des Max-Planck-Instituts für Plasma­physik machen Greifs­wald zu einem welt­weiten Zentrum für die Erforschung von Hoch­temperatur­plasmen bei der Kern­fusion, einer der zukunfts­trächtigsten, preis­wertesten und umwelt­freundlichsten Formen der Energie­erzeugung. Unter großer inter­nationaler Beachtung hat dazu die Experimentier­anlage „Wendelstein 7-X“ den Betrieb auf­ge­nommen. Im Forschungs­schwer­punkt Proteomics und Protein­techno­logien werden mit einer welt­weit ein­maligen roboter­gestützten Anlage neue Enzyme entwickelt, die als Bio­kata­lysatoren genutzt werden können, um auch künftig die Welt­bevölkerung mit kosten­günstiger Energie und Kraft­stoffen versorgen zu können.

Chancen & Risiken der Globalisierung

Der Ost­see­raum ist eine der dynamischsten Regionen Europas und hervor­ragend geeignet zur Analyse kultureller, politischer, wirtschaftlicher und sozialer Prozesse, wie sie auch in der Globalisierung eine Rolle spielen. Zentrale Themen des Forschungs­schwer­punktes Kulturen des Ost­see­raums behandeln kulturelle und mentale Grenzen, sprachliche Vielfalt und den Status von Minder­heiten­sprachen, Rechts­vergleiche inner­halb des Ost­see­raums, nach­haltiges Küsten- und Land­management, Da­seins­vor­sorge in ländlichen Räumen und den Um­gang mit kulturellem Erbe.

Kontakt

Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Presse- und Informations­stelle
Domstraße 11
17489 Greifswald

Tel. (03834) 420 1150
pressestelle@uni-greifswald.de

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