Modernes Story­telling für alle Facetten der Wissenschaft

Publikationen und Pressemitteilungen – damit allein werden wir der Vielfalt unserer Hoch­schule nicht gerecht, sagten sich die Mitarbeiter des Büros für Öffentlich­keits­arbeit der Universität Innsbruck. Wir haben schließlich 16 Fakultäten! Das Team schuf ein neues Format, um Wissenschaft in all ihren inter­disziplinären Facetten darzustellen. Inzwischen ein multi­mediales Vorbild für viele europäische Hochschulen.

US-Präsident Donald Trump und sein lockerer Umgang mit der Wahrheit inspirierte die Initiatoren von „subject“ zu einem multimedialen Online-Dossier auf der Website der Universität Innsbruck.
US-Präsident Donald Trump und sein lockerer Umgang mit der Wahrheit inspirierte die Initiatoren von „subject“ zu einem multimedialen Online-Dossier auf der Website der Universität Innsbruck (https://www.uibk.ac.at/newsroom/dossiers/wahrheit/). © Universität Innsbruck

„Mit dem Format schöpfen wir gestalterisch und inhaltlich aus dem Vollen“, sagt Melanie Bartos aus dem Team der „Öffentlich­keits­arbeiter“. „Zum einen nutzen wir die multi­medialen Möglich­keiten von Online-Beiträgen. Wir kombinieren Texte, Bilder, Videos und Audio­beiträge in einer anschaulichen und verständlichen Form.“ Zum anderen setze man im Projekt „subject“ auf die umfassende inhaltliche Breite der Arbeit der gut 3.000 Forscher­innen und Forscher aller Fakultäten in Innsbruck.

Melanie Bartos und ihre sechs Teamkolleginnen und -kollegen arbeiten wie eine Redaktion. Sie sind nicht länger nur Über­mittler von Nachrichten aus der Verwaltung und den Fach­bereichen, sondern sie publizieren auf der Website der Universität unter www.uibk.ac.at/newsroom/subject aktuelle gesellschaftliche Themen. Ein modernes Medien­format, auf das so manche Redaktion aus der Verlags­welt neidisch zu sein scheint. „Wir haben schon eine Reihe von Anfragen von Redakteuren erhalten, ob sie sich die Produktion mal anschauen dürften“, sagt Bartos‘ Kollege Stefan Hohenwarter.

Moderner Journalismus mit Team­geist und Herz­blut

Erstes Dossier von „subject“ war das Thema „Arbeits­welt im Wandel“, publiziert im März 2017. Darin beleuchten ein Ökonom, ein Philosoph, eine Organisations­forscherin und ein Psychologe der Innsbrucker Uni in kombinierter Form von Text, Bild, Audio und Video, wie sich das Berufs­leben verändert. Was ist in Zeiten von „Fake News“ eigentlich wahr? Dieser Frage widmete sich das zweite „subject“-Dossier einige Monate später. Vertreterinnen und Vertreter von fünf Disziplinen erklären darin, warum der Wahrheits­begriff für sie zu kurz greift.

Das Presseteam der Universität Innsbruck
Das Presseteam der Universität Innsbruck: Uwe Steger, Daniela Pümpel, Christian Flatz, Melanie Bartos, Stefan Hohenwarter, Lisa Marchl, Susanne Röck (von links). Nicht im Bild: Eva Fessler. © Universität Innsbruck

Inzwischen entstehen mit Teamgeist und Herzblut etwa alle drei Monate neue Dossiers zu Schwer­punkt-Themen wie Nahrung (Lebens­mittel werden im Über­fluss produziert, dennoch hungern Hunderte Millionen Menschen. Was läuft falsch?), Europa, Wohnen und Angst. „Wir produzieren fast alle inhaltlichen Formate selbst“, sagt Hohenwarter, „nur ein Großteil der Videos entsteht in Kooperation mit einem regionalen Fern­seh­sender.“ Selbst­verständlich werden auch soziale Medien mit den Inhalten bespielt. Das Redaktions­team freut sich, eine wissen­schaftlich interessierte Öffentlich­keit direkt erreichen zu können.

Positive Resonanz europäischer Hochschulen

Uni-intern unterstützen alle Fakultäten bereit­willig die Arbeit des Redaktions-Teams – und profitieren ein wenig davon. Denn „subject“ trägt zum inter­disziplinären Austausch der Wissen­schaftler bei. Auch von Kollegen der Presse­stellen europäischer Universitäten hat das Projekt inzwischen viel Beifall erhalten, seitdem die Innsbrucker es bei einer Konferenz von Hoch­schul­sprechern (EUPRIO) in Sevilla mit rund 350 Teil­nehmern vorgestellt haben.

Kontakt

Universität Innsbruck
Büro für Öffentlichkeitsarbeit

Josef-Moeller-Haus
Innrain 52c
6020 Innsbruck
E-Mail: presse@uibk.ac.at
Tel.: +43 512 507-32001

https://www.uibk.ac.at/public-relations/index.html.de

Dieser Artikel ist in der Sonderveröffentlichung „Forschungswelten: Interdisziplinarität“ am 05.07.2018 in DIE ZEIT erschienen.

X

Sie verwenden einen sehr alten Browser.

Um diese Website in vollem Umfang nutzen zu können, installieren Sie bitte einen aktuellen Browser.
Aktuelle Browser finden Sie hier