Inter­disziplinär? Inter­professionell!

An der Universitätsmedizin Halle (Saale) werden im Studien­gang „Evidenzbasierte Pflege“ heute schon die Pflege­experten von morgen auf akademischem Niveau ausgebildet.

Theoretisch spitze. Praktisch auch! An der Universitätsmedizin Halle (Saale) erhalten Studierende eine akademische Pflegeausbildung mit Bachelor- und Berufsabschluss, die auch heilkundliche Tätigkeiten beinhaltet
Theoretisch spitze. Praktisch auch! An der Universitätsmedizin Halle (Saale) erhalten Studierende eine akademische Pflegeausbildung mit Bachelor- und Berufsabschluss, die auch heilkundliche Tätigkeiten beinhaltet. © Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Die Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bietet den deutschland­weit einmaligen primär­qualifizierenden Bachelor-Studien­gang „Evidenz­basierte Pflege“ an. Und dieser ist nicht nur inter­disziplinär ausgerichtet, sondern inter­professionell. Die Studierenden haben von Anfang an in kleinen Gruppen gemeinsame Kurse mit Studierenden der Medizin, sodass früh­zeitig das Verständnis füreinander und die jeweiligen künftigen Fähig­keiten und Fertig­keiten im Berufs­alltag entsteht. In den Praxis­phasen am Universitäts­klinikum Halle (Saale) und kooperierenden Einrichtungen können die Studierenden die Theorie in die Praxis umsetzen und sich das umfang­reiche Rüst­zeug für die Arbeit in der Pflege aneignen – inklusive einer gesetzlich zugelassenen Übernahme heilkundlicher Tätigkeiten.

Das heißt konkret: Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs „Evidenz­basierte Pflege“ erhalten einen Bachelor of Science in Pflege­wissenschaft und einen Berufs­abschluss als Gesundheits- und Kranken­pfleger/-in auf akademischem, universitärem Niveau.

Zusätzlich dürfen sie nach dem Abschluss Aufgaben über­nehmen, die bisher ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten sind. Sie können Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus Typ II und chronischen Wunden nicht nur pflegen, sondern selbst behandeln und Therapie­pläne anpassen. Das ist völlig neu in Deutschland und wurde vom Bundes­gesundheits­ministerium als Modell­vorhaben genehmigt. Eine solche Ausbildung gibt es in Deutschland bisher nur an der Universitäts­medizin Halle (Saale).

Alle Inhalte, die theoretischen wie die praktischen, werden wissen­schafts­basiert innerhalb von vier Jahren vermittelt. Für die Praxis­phasen wird eine Vergütung gezahlt. Und weil die Berufs­ausbildung integriert ist, ist diese – anders als das Abitur – keine Voraussetzung für das Studium „Evidenz­basierte Pflege“.

© Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Damit können alle, die wissen­schafts­basiert pflegerisch tätig werden wollen, „Evidenz­basierter Pflege“ etwas studieren, das zukunfts­sicher ist, mehr eigen­verantwort­liches Arbeiten und mehr Kompetenz für die inter­professionelle Zusammen­arbeit bedeutet. Die Absolventinnen und Absolventen werden eine in Deutschland bisher ein­malige Qualifikation mit erweiterten Kompetenzen vorweisen können.

Jedes Jahr im Oktober beginnt das neue Studien­jahr. Bewerben kann man sich für den örtlich zulassungs­beschränkten Studien­gang „Evidenz­basierte Pflege“ immer zum 15. Juli.

Kontakt

Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg
Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft
06112 Halle (Saale)
Informationen unter: www.bsc-ebp.de und auf YouTube: www.youtube.com/UniMedHal

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Dieser Artikel ist in der Sonderveröffentlichung „Forschungswelten: Interdisziplinarität“ am 05.07.2018 in DIE ZEIT erschienen.

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